Der Hauptunterschied zu Direktdruckverfahren liegt darin, dass bei diesem Verfahren nur Folien oder Transferpapiere bedruckt und erst später auf das Druckgut aufgebracht werden.

Ein beliebiges Motiv wird spiegelverkehrt auf eine Transferfolie gedruckt. Überstehende Ränder werden weggeschnitten (ca. 3 bis 4 mm Rand zum Motiv lassen). Der Transferdruck wird mit der bedruckten Seite auf die vorgebügelte/vorgepresste Ware gelegt und mit einer Transferpresse auf das Druckgut gebügelt. Ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis sind hier Faktoren wie Druck, Dauer und Temperatur. Nach dem Aufpressen wird das Trägermaterial von dem Druckgut abgezogen. Bei einigen Folien muss dies gleich nach dem Aufbügeln/Pressen erfolgen, solange die Transferfolie noch heiß ist. In diesem Fall spricht man von heißabziehbaren Transferfolien. Bei kaltabziehbaren Transferfolien kühlt die Transferfolie vor dem Abziehen vollständig ab.


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Unter Transferdruck versteht man das Aufbringen eines beschichteten Bildes auf Textilien. Die Vorteile dieses Druckverfahrens gegenüber anderen Textildruckverfahren sind vielseitig. Man kann in diesem Druckverfahren in Offsetqualität drucken. Also bietet sich hier die Möglichkeit, in einem feinen Raster anspruchsvolle Bilder mit brillanten Farben zu veredeln. Gerade bei gedeckten und dunklen Untergründen erweist sich die hohe Deckkraft als großer Vorteil. Dieses Druckverfahren ist waschecht bis 60 C. Man unterscheidet folgende Transferdruckarten:

Softtransfer
ähnlich wie der Direktdruck, jedoch mit höherer Deckkraft auf hellen und dunklen Geweben. Dieses Verfahren eignet sich für Baumwoll- und Baumwollmischgewebe in allen Farben.

Fotosoft-Transfer
ähnlich wie der Direktdruck, jedoch mit höherer Farbintensität auf hellen und weißen Geweben. Dieses Verfahren eignet sich für Baumwoll- und Baumwollmischgewebe.

Foto-Plastisol-Transfer
Wie ein Fotodruck, mit einer hohen Konturenschärfe und Farbbrillanz. Sehr hohe Deckkraft auch auf dunklen Geweben. Dieses Verfahren eignet sich für Baumwoll- und Baumwollmischgewebe.

Transfer-Flock
ähnlich dem elektromechanischen Flockdruck mit textilem, dreidimensionalem Effekt. Samtartig anzufassen, höchste Deckkraft auf allen Textilien.

Glitter-Transfer
Durch seine metallische Oberfläche wird diese Variante oft dem Soft- oder Plastisol-Transfer hinzugesetzt. Geeignet für alle saugfähigen Textilien.

3M-Reflex-Transfer
Diesen Effekt kennt man von reflektierenden Applikationen auf der Kleidung. Viele Hersteller verarbeiten diese Reflexionsprodukte in der Paspelierung einer Kleidung. Man kann sie auch in Form eines Logos auf der Kleidung anbringen.

Derartige Produkte bieten zur normalen Funktionalität der Kleidung auch noch eine hohe Sicherheit.

Thermosublimationsdruck
Eine weitere Art des Transferdrucks ist der Sublimationsdruck, auch genannt Thermosublimationsdruck. Dieses Verfahren ermöglicht das direkte Bedrucken unterschiedlichster Materialien in Fotoqualität, da der Druck über einen normalen Tintenstrahldrucker mit einer speziellen Sublimationstinte spiegelbildlich auf ein Blatt Papier erfolgt. Anschließend wird das Motiv auf dem zu bedruckenden Gegenstand fixiert. Jetzt folgt die eigentliche Sublimation: Die Farbe wird erhitzt, geht sofort vom festen in den gasförmigen Zustand über und verbindet sich mit der Beschichtung des Druckgutes. Dadurch ist das Druckbild nicht auf der Oberfläche spürbar. Selbst beim Bedrucken von Textilien wird das Kleidungsstück nicht verändert, man spürt absolut keinen Farbauftrag. Der Sublimationsdruck ist ideal für Einzelanfertigungen, für kleine Stückzahlen, aber auch für Serienanfertigungen geeignet.

Logo-Veredelung > Transferdruck
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